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Coir Verm Gypsum (CVG): effektives Bulk-Substrat für Zauberpilze

Coir Verm Gypsum (CVG) ist vielleicht das beliebteste Bulk-Substrat für den Anbau von Zauberpilzen. Es ist günstig, einfach herzustellen und liefert konstant gute Ergebnisse. In diesem Artikel schauen wir uns dieses spezielle Substrat genauer an und erklären dir, wie du es selbst machen kannst.

Inhaltsverzeichnis

Was ist CVG-Bulk-Substrat?

Wenn wir von Bulk-Substrat sprechen, meinen wir eine Substratmischung mit spezieller Zusammensetzung, viel Masse und großem Volumen. CVG ist so eine Mischung und besteht aus Kokosfaser, Vermiculit und Gips. Das Hinzufügen von Gips ist optional und kann verwendet werden, um das Substrat luftiger zu machen und den pH-Wert zu stabilisieren.

cvg-bulksubstrat (coir verm gypsum) mit liner in einem monotub
CVG mit liner in Monotub

Wozu dient ein Bulk-Substrat?

Die Aufgabe eines Bulk-Substrats ist es, den Ertrag zu steigern. Beim Pilzanbau steht das Trockengewicht des Substrats nämlich in direktem Zusammenhang mit der letztendlichen Ernte. Dieser Zusammenhang wird oft als Prozentsatz ausgedrückt und ist bekannt als „biologische Effizienz“.

Wie bereitest du CVG-Bulk-Substrat zu?

Unten erklären wir dir, wie wir unser CVG am liebsten herstellen – und was du dafür brauchst.

Wir brauchten ungefähr 30 Liter Substrat und haben große Zuchtboxen für die Zubereitung verwendet. Brauchst du weniger Substrat? Dann ist es logisch, eine kleinere Box, einen Eimer oder eine Kühlbox zu verwenden.

Eine andere Möglichkeit ist, das Substrat direkt in einer Monotub oder Shoebox zu befeuchten und „pasteurisieren“.

Benötigtes Material

Essentiell

Optional

Schritte

Hast du alles beisammen? Dann ist es Zeit, die folgenden Schritte durchzugehen. Folge ihnen genau und finde heraus, wie du das perfekte CVG-Bulk-Substrat herstellst!

1. Wasser kochen

Fang damit an, die richtige Menge Wasser abzumessen. Wir verwenden normalerweise 3 bis 3,5 Liter Wasser pro Kokosfaser-Block. Das ist oft weniger als vom Hersteller auf der Verpackung empfohlen wird. Weniger Wasser hilft dabei, zu nasses Substrat zu vermeiden.

Wir verwenden kochendes Wasser, weil das eine einfache und günstige Methode ist, um das Bulk-Substrat zu „pasteurisieren“. Auch wenn es keine echte Pasteurisierung ist, funktioniert diese Methode bei Kokosfaser gut, da es sich um ein inertes Material handelt.

wasser zum kochen bringen für die pasteurisierung des cvg-bulk-substrats coir verm gypsum

2. Kokosfaser-Blöcke in den Eimer oder Behälter legen

Lege die Kokosfaser-Blöcke in einen Eimer oder Behälter. Beachte, dass die Kombination aus Kokosfaser und kochendem Wasser einen starken Geruch erzeugt. Wähle also einen passenden Platz in der Wohnung, damit es nicht unangenehm riecht.

Kokosfaserblöcke zur Pasteurisierung in Eimer oder Wanne legen

3. Wasser hinzufügen und abdecken

Gieße jetzt das kochende Wasser über den Kokosfaser-Block (oder die Blöcke, wenn du mehrere verwendest). Du wirst sehen, dass sie das Wasser schnell aufsaugen und im Volumen zunehmen.

Nach dem Hinzufügen des Wassers solltest du den Eimer oder Behälter so schnell wie möglich abdecken. So bleiben Hitze und Dampf erhalten, was die „Pasteurisierung“ des Bulk-Substrats unterstützt.

Nimm den Deckel nach etwa 15 bis 30 Minuten ab und lockere das Substrat mit einem desinfizierten Löffel oder Spatel auf. Dann den Deckel wieder drauf und ein paar Stunden stehen lassen, bis das Substrat auf Zimmertemperatur abgekühlt ist.

4. Struktur der Kokosfaser und Feldkapazität prüfen

Entferne den Deckel nach ein paar Stunden oder – noch besser – am nächsten Morgen. Prüfe, ob die Kokosfaser fein und gleichmäßig ist, ohne große Stücke oder Klumpen. Zerkleinere eventuell grobe Teile und mische sie gründlich unter den Rest des Bulk-Substrats.

Dann überprüfe, ob die Feldkapazität stimmt – das ist entscheidend. Das Substrat sollte viel Feuchtigkeit enthalten, aber trotzdem locker und luftig bleiben.

Drücke das Substrat kräftig zusammen; es sollte ein kleiner Wasserstrahl herauskommen. In der Situation unten kommt noch etwas zu viel Wasser heraus. Im nächsten Schritt erfährst du, wie du das behebst.

5. Vermiculit und optional Gips hinzufügen

Ein zu hoher Wassergehalt im Substrat kannst du durch die Zugabe von Vermiculit ausgleichen. Gib kleine Mengen dazu und teste die Feldkapazität jedes Mal neu, bis du die perfekte Balance erreicht hast.

Jetzt ist auch der richtige Moment, um Gips hinzuzufügen – falls du dich dafür entscheidest.

zugabe von vermiculit zum cvg bulksubstrat

6. Feldkapazität nochmals prüfen

Nach dem Hinzufügen von Vermiculit und Gips solltest du die Feldkapazität ein letztes Mal testen. Diese Zusätze können das Substrat etwas zu trocken machen.

Falls das der Fall ist, gib ein wenig Wasser dazu, um das auszugleichen. Aber sei vorsichtig – du willst nicht, dass das Substrat wieder zu nass wird.

Hast du alle Schritte befolgt? Dann ist dein selbstgemachtes CVG-Bulk-Substrat einsatzbereit!

cvg-bulksubstrat bereit zum züchten von zauberpilzen
CVG einsatzbereit

Mein CVG-Bulk-Substrat ist fertig – was jetzt?

Wenn dein Bulk-Substrat die richtige Feuchtigkeit hat, ist es Zeit für den nächsten Schritt. Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, kannst du das Substrat in Gläsern oder Beuteln sterilisieren. Dieser zusätzliche Schritt senkt das Risiko einer Kontamination, ist aber auch aufwändiger.

Da das Bulk-Substrat aber bereits eine einfache Form der Pasteurisierung durchlaufen hat, kannst du es auch direkt in einem Monotub oder einer Shoebox mit Pilzbrut mischen. Mit dem richtigen Verhältnis von Brut zu Bulk-Substrat erfolgt die Kolonisierung durch das Myzel in der Regel problemlos.

Du willst mehr darüber wissen? Dann schau dir unseren Artikel über den Anbau von Zauberpilzen im Monotub an.

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