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Wie du Zauberpilze in einem Monotub anbaust

Monotubs sind ein echter Klassiker unter Zauberpilzzüchtern. Sie sind einfach herzustellen, günstig und super effektiv. Außerdem ist es ziemlich einfach, in diesen Boxen die richtigen Wachstumsbedingungen zu schaffen. Lies weiter und erfahre, was ein Monotub ist und wie du es benutzt.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Monotub?

Ein Monotub ist eigentlich einfach eine normale Aufbewahrungsbox aus Plastik, in die Luftlöcher gebohrt wurden. Solche Boxen bekommst du in fast jedem Haushalts- oder Baumarkt. Du musst nur die passende Größe auswählen und die Luftlöcher hinzufügen.

Es gibt keine Standardgröße – wähle einfach eine Box, die dir gut passt und in deinen Raum passt. Denke daran, dass die Menge an Bulk-Substrat, die du hineinlegen kannst, direkt die Erntemenge beeinflusst. Mehr Bulk-Substrat bedeutet eine größere Ernte.

Die Luftlöcher, normalerweise zwischen 3,5 und 9 cm im Durchmesser, kannst du mit einer Lochsäge für Kunststoff machen. Achte beim Bohren darauf, nicht zu viel Druck auszuüben. Die Boxen bestehen oft aus dünnem Kunststoff und können leicht reißen. Lass am besten die Bohrmaschine die Arbeit machen, ohne zu viel Kraft anzuwenden.

Monotub im Inkubationsraum

Was sind die Vorteile eines Monotubs?

Monotubs haben einige echte Vorteile. Sie sind:

Wie lange dauert es, Zauberpilze in einem Monotub zu züchten?

Wenn du bereits voll kolonisierte Pilzbrut und fertiges Bulk-Substrat zur Verfügung hast, dauert es normalerweise etwa sechs Wochen, um Zauberpilze in einem Monotub zu züchten. Diese Schätzung basiert auf optimalen Wachstumsbedingungen. Wenn du dein Pilzbrut noch herstellen musst, solltest du zwei bis drei Wochen zusätzlich einplanen.

Hier ein schneller Überblick über die verschiedenen Phasen:

Pilzbrut nach dem Aufbrechen und Schütteln
Geschüttelte Pilzbrut, bereit zur Verwendung

Wie viel Pilzbrut brauche ich?

Übliche Spawn-Ratios sind 1:4, 1:3 und 1:2. Welches Verhältnis am besten funktioniert, hängt stark von der Sorte ab, die du anbaust.

Auch die gewünschte Kolonisationsgeschwindigkeit kann deine Wahl beeinflussen. Mehr Pilzbrut sorgt fast immer für eine schnellere Kolonisation des Bulk-Substrats. Aber Vorsicht: Zu viel Pilzbrut kann manchmal zu deformierten Pilzen führen.

Das richtige Verhältnis zu finden, ist oft eine Frage des Ausprobierens. Nach ein paar Durchläufen in einem Monotub weißt du normalerweise, welches Verhältnis für dich am besten funktioniert.

Wie züchtest du Zauberpilze in einem Monotub?

Im Folgenden erklären wir dir, welche Materialien du brauchst und welche Schritte du befolgen solltest, um Zauberpilze erfolgreich in deinem eigenen Monotub zu züchten.

Zur Vorbereitung kannst du bereits die Luftlöcher des Monotubs mit Klebeband abkleben. Dadurch konzentriert sich die Inkubationsphase auf die vollständige Kolonisation des Substrats und das Risiko einer Kontamination wird verringert.

Es ist auch eine gute Idee, ein kleines Stück Mikropore Klebeband oder Filtermaterial über die oberen Löcher zu kleben, damit das Myzel während der Inkubation weiter atmen kann. Der Gasaustausch ist entscheidend für ein gesundes Wachstum des Myzels.

Benötigtes Material

Essentiell

Optional

Schritte

Sobald du alle Materialien bereit hast, kannst du die folgenden Schritte befolgen. Wenn du sie sorgfältig umsetzt, wirst du ein schnell kolonisiertes Substrat und eine schöne Ernte erzielen.

1. Sammle alle Materialien und zerbrich die Pilzbrut

Start by gathering all your supplies. Break up the spawn so the grains loosen nicely. The goal is to distribute the grain spawn as evenly as possible throughout the bulk substrate later.

Wenn du Gläser benutzt, kannst du die Pilzbrut lösen, indem du die Gläser vorsichtig gegen ein Handtuch oder einen Fahrradreifen klopfst. Zur Sicherheit solltest du dabei Arbeitshandschuhe tragen, da ein Glas brechen könnte.

Bei der Verwendung von Pilzbrutbeuteln ist das Auflockern der Körner deutlich einfacher. Massiere die Pilzbrut vorsichtig mit den Fingern und zerdrücke sie, bis alle Körner locker sind.

2. Gib das Bulk-Substrat in das Monotub

Wenn du Nitrilhandschuhe und eine Atemschutzmaske benutzt, solltest du sie jetzt anziehen. Desinfiziere deine Handschuhe mit Desinfektionsmittel oder Alkohol und reinige auch das Monotub (und den Liner, falls du einen verwendest).

Fülle das Bulk-Substrat in das Monotub. Die genaue Menge hängt von der Größe deines Behälters ab. Lasse dabei etwas Platz für die Pilzbrut und eventuell eine dünne Deckschicht.

Kokos-Verm-Gips (CVG) Bulk-Substrat mit Liner in einer Monotub
10 Liter CVG Bulk-Substrat (1 Block à 650 Gramm + 1 Liter Vermiculit)

3. Gib die Pilzbrut dazu

Nimm deine Gläser oder Beutel mit Pilzbrut und gib den Inhalt auf das Substrat. Verteile die Pilzbrut sofort gleichmäßig – das spart dir später Arbeit.

Pilzbrut auf Naturreis-Basis zum Bulk-Substrat hinzugefügt
Pilzbrut im Verhältnis 1:3,8 auf das Bulk-Substrat gegeben

4. Mische die Pilzbrut mit dem Bulk-Substrat

Mische die Pilzbrut gründlich mit einem desinfizierten Spatel oder Löffel unter das Bulk-Substrat. Zerkleinere dabei Klumpen von Myzel und verteile die Körner so gleichmäßig wie möglich.

Pilzbrut gleichmäßig mit dem Bulk-Substrat vermischt
Pilzbrut gleichmäßig im Bulk-Substrat verteilt

5. (Optional) Mit einer dünnen Schicht Bulk-Substrat abdecken

Nach dem Mischen kannst du optional eine dünne Schicht Bulk-Substrat über die sichtbaren Körner streuen. Unserer Meinung nach ist dieser Schritt optional und nicht unbedingt notwendig, wenn die Pilzbrut gut kolonisiert ist.

Ein Vorteil der dünnen Deckschicht ist, dass du erkennen kannst, wann das gesamte Substrat kolonisiert ist: sobald Myzel an der Oberfläche sichtbar wird.

Besiedeltes Getreide mit Abdeckschicht bedeckt, Monotub
Körner mit einer dünnen Schicht Substrat bedeckt

6. Stelle das Monotub in den Inkubationsbereich und überwache es

Setze nach dem Mischen den Deckel auf das Monotub und stelle es in einen warmen Raum. Temperaturen zwischen 23 und 25 °C sorgen normalerweise für eine schnelle Kolonisation des Bulk-Substrats.

Ist das nicht möglich, funktioniert es auch bei etwa 20 °C, allerdings dauert es dann etwas länger.

Beobachte dein Monotub regelmäßig. Wenn du Anzeichen von Kontamination entdeckst, kannst du vielleicht noch rechtzeitig eingreifen.

CVG-Substrat, das von Myzel besiedelt ist
Substrat nach einer Woche vollständig kolonisiert (Inkubation bei 21–22 °C im Dunkeln)

7. Fruchtung einleiten

Sobald das Substrat vollständig kolonisiert ist, ist es Zeit, die Wachstumsbedingungen anzupassen.

Um das Pinning zu fördern, ist es wichtig, eine hohe Luftfeuchtigkeit aufrechtzuerhalten, für ausreichend Frischluftzufuhr zu sorgen und etwas Licht einzuführen. Du kannst die Frischluftzufuhr verbessern, indem du das Klebeband von den Luftlöchern entfernst und diese mit atmungsaktivem Filtermaterial abdeckst.

Wir haben die unteren Löcher mit Mikropore Klebeband abgedeckt und die oberen Löcher mit porösem Filtermaterial. Wir verwenden Mikropore für die unteren Löcher, da es weniger Luft durchlässt und so verhindert, dass das Substrat zu schnell austrocknet. Das poröse Material oben sorgt für eine gute natürliche Luftzirkulation im Monotub.

Andere Materialien, die du verwenden kannst, um die Luftlöcher abzudecken, sind zum Beispiel Polyfill oder spezielle Monotub-Filter.

Von Myzel besiedeltes Substrat mit Liner in der Monotub
Erste Pins nach etwa 10 Tagen sichtbar

8. Frischluft geben und reifen lassen

Sorge weiterhin für ausreichend Frischluft und beobachte das Substrat genau. Eine flauschige Struktur an der Basis der Pilzstiele deutet oft auf zu hohe Feuchtigkeit im Monotub hin.

Wenn das passiert, kannst du den Deckel des Monotubs leicht anheben und einmal frische Luft zufächeln, um überschüssige Feuchtigkeit zu entfernen.

Bereit zur Ernte?

Wenn dein Monotub-Projekt gut verlaufen ist und du eine schöne Pilzflut (Flush) erzielt hast, ist es Zeit zu ernten.

Es ist sehr wichtig, im richtigen Moment zu ernten — nämlich dann, wenn die Hüte noch konvex (kuppelförmig) sind. In diesem Stadium sind die Schleier unter den Hüten noch intakt. Das ist entscheidend, denn wenn die Schleier aufreißen und Sporen auf das Substrat fallen, kann das spätere Fruchtwellen (Flushes) beeinträchtigen.

Für mehr Informationen, wirf einen Blick auf unseren Artikel über das ernten von Zauberpilzen.

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