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Zauberpilze trocknen und lagern: Halte deinen Vorrat in Topform

Hast du deinen Zauberpilz-Anbau abgeschlossen und brauchst jetzt zuverlässige Tipps zum Trocknen und Lagern deiner Ernte? Dann bist du hier genau richtig.

Wir zeigen dir eine Trocknungsmethode, die mit dem Vortrocknen beginnt und im Dörrgerät endet, um die restliche Feuchtigkeit zu entfernen.

Lies weiter, während wir dich durch die beiden Hauptphasen dieses Prozesses führen und die entsprechenden Schritte erklären, damit deine Ernte richtig getrocknet und gelagert wird – für maximale Haltbarkeit.

Inhaltsverzeichnis

Warum solltest du Zauberpilze trocknen?

Die Antwort ist einfach: Durch das Trocknen kannst du ihre Haltbarkeit ganz leicht verlängern. Das ist wichtig, um zu verhindern, dass dein wertvoller Vorrat schnell verdirbt. Außerdem nimmt das Volumen der Pilze ab, wodurch sie sich leichter lagern lassen.

Um die Vorteile des richtigen Trocknens zu verdeutlichen, werfen wir in der folgenden Übersicht einen Blick auf die unterschiedlichen Haltbarkeiten unter verschiedenen Lagerbedingungen.

LagermethodeHaltbarkeitBewertung
Außerhalb des Kühlschranks1–2 TageSchnelle Austrocknung und Verderb. Nicht empfohlen.
Kühlschrank (2–4°C)5–10 TageIn einer Papiertüte oder einem atmungsaktiven Behälter lagern. Vorzugsweise kein Plastik.
Kühler und dunkler Ort (getrocknete Pilze)Monate bis JahreBeste Methode für lange Haltbarkeit. Trocken, luftdicht und dunkel lagern.
Gefrierschrank (getrocknete Pilze)JahreNur für vollständig getrocknete Pilze geeignet. Die Qualität frischer Pilze kann beeinträchtigt werden.

* Lagere frische Pilze niemals in luftdichten Beuteln oder Behältern. Die eingeschlossene Feuchtigkeit kann Schimmel und Verderb verursachen.

Wie trocknet und lagert man Zauberpilze?

Erfahre, welche Materialien du für ein effizientes Trocknen benötigst und welche Schritte der Prozess umfasst.

Benötigtes Material

frisch geerntete Albino A+ Zauberpilze mit blauen Verfärbungen
Frisch geerntete Zauberpilze

PHASE 1: Zauberpilze vortrocknen

Beginne damit, die frischen Pilze anzutrocknen, um auf natürliche Weise den Großteil der Feuchtigkeit zu entfernen. Das Vortrocknen hat zwei wesentliche Vorteile: Es ist energieeffizient und die Pilze werden keiner übermäßigen Hitze ausgesetzt, durch die aktive Inhaltsstoffe beeinträchtigt werden könnten.

1. Bereite deinen Trockenbereich vor

Je nachdem, was du zu Hause hast, kannst du die Pilze auf Küchenpapier, Geschirrtüchern, Sushimatten oder auf den Rost eines Dörrgeräts oder eines Ofens vortrocknen.
Wenn du auf Küchenpapier oder Geschirrtüchern vortrocknen möchtest, lege zunächst eine geeignete Unterlage wie ein Schneidebrett oder ein Tablett aus. Das Küchenpapier bzw. die Geschirrtücher dienen dabei als feuchtigkeitsabsorbierende Unterlage. Ein Brett oder Tablett erleichtert später das Umsetzen der Pilze.
Wenn du Sushimatten, Dörrgitter oder Ofenroste hast, eignen diese sich ebenfalls gut zum Vortrocknen. Der große Vorteil dabei ist die freie Luftzirkulation, die Schimmelbildung vorbeugt und den Trocknungsprozess beschleunigt.

2. Verteile die Pilze auf der vorbereiteten Oberfläche

Nachdem du die Vorbereitungen abgeschlossen hast, schneide die Enden der Pilze ab, an denen noch Substrat haftet. Verteile sie anschließend auf der vorbereiteten Oberfläche. Achte darauf, dass sie sich nicht berühren, damit der Trocknungsprozess gleichmäßig ablaufen kann.
Wenn du Küchenpapier verwendest, sollten sich die Pilze besonders nicht berühren, da sich sonst Feuchtigkeit ansammeln kann. Das Papier könnte zu nass werden und an den Pilzen kleben bleiben, wodurch sich Schimmel bilden könnte.
Wenn du besonders große oder dicke Pilze geerntet hast, kann es hilfreich sein, sie in kleinere Stücke zu teilen, damit sie gleichmäßiger trocknen.

3. [Optional] Bedecke die Pilze

Du kannst optional eine zweite Schicht Küchenpapier oder ein Geschirrtuch darüberlegen. Diese nimmt Feuchtigkeit auf und schützt die Pilze vor Licht.

vortrocknende Zauberpilze mit einer Schicht Küchenpapier bedecken

4. Stelle die Pilze in einen dunklen, trockenen Raum

Stelle das Setup anschließend in einen dunklen und trockenen Raum, damit die Pilze so schnell und gleichmäßig wie möglich trocknen. Wenn der Raum kalt oder feucht ist, kannst du optional einen Ventilator oder eine Heizung verwenden. Achte aus Brandschutzgründen darauf, diese Geräte sicher zu verwenden.

5. Überprüfe regelmäßig, ob die Pilze trocken sind

Überprüfe regelmäßig, ob die Pilze ausreichend getrocknet sind. Unter optimalen Bedingungen dauert dies etwa zwei bis drei Tage. Die Pilze sehen trocken aus, fühlen sich aber noch leicht ledrig an und brechen beim Biegen nicht, was darauf hindeutet, dass noch Restfeuchtigkeit vorhanden ist. Die verbleibende Feuchtigkeit entfernen wir anschließend mit der in Phase 2 beschriebenen Methode.

PHASE 2: Pilze mit einem Dörrgerät trocknen

Das Entfernen der Restfeuchtigkeit dauert in der Regel 4–8 Stunden bei einer Temperatur von 40–50 °C. Die genaue Dauer hängt von der Größe der Pilze und der vorhandenen Restfeuchtigkeit ab.
Auch die Qualität des Dörrgeräts spielt eine Rolle. Wir persönlich haben gute Erfahrungen mit dem Stöckli Dörrex gemacht: Es ist nicht das günstigste Modell, aber effektiv und leicht durch zusätzliche Dörrgitter erweiterbar.
Im Folgenden erklären wir, wie der Trocknungsprozess weitergeht.

6. Verteile die Pilze auf den Rosten des Dörrgeräts

Verteile die Pilze gleichmäßig auf den Rosten. Achte darauf, dass sie sich nicht berühren, damit der Trocknungsprozess gleichmäßig und effizient abläuft.
Pilze im Dörrgerät – Seitenansicht
Zauberpilze auf Dörrgittern verteilt

7. Trocknen und Testen

Stelle die Temperatur des Dörrgeräts auf 40–50 °C ein und lasse die Pilze 4–8 Stunden trocknen. Prüfe während des Trocknens regelmäßig, ob der richtige Trocknungsgrad erreicht ist.

Am einfachsten prüfst du das, indem du die Pilze biegst. Wenn sie sich nicht biegen, sondern brechen, sind sie vollständig trocken. Pilze in diesem Stadium werden oft als „cracker dry” bezeichnet.

8. Lagere die getrockneten Pilze

Fülle die Gläser mit den Pilzen und gib einige Silikagel-Päckchen dazu. Diese nehmen die letzten Spuren von Feuchtigkeit auf, die noch in den Gläsern oder den Pilzen vorhanden sein könnten. Anschließend kannst du die Gläser verschließen und an einem kühlen, dunklen Ort lagern.

Wenn du noch gründlicher vorgehen möchtest, kannst du die Pilze auch in Vakuum- oder Mylarbeuteln aufbewahren. Fülle die Beutel, gib erneut ein paar Silikagel-Päckchen hinzu, vakuumiere den Beutel vorsichtig und verschließe ihn anschließend. Sobald der Beutel richtig verschlossen ist, kannst du die Pilze sogar im Gefrierfach lagern, wodurch sich ihre Haltbarkeit weiter verlängert.

Achte jedoch immer darauf, die Beutel nicht zu stark zu vakuumieren. Manchmal haben getrocknete Pilze scharfe Kanten, die den Beutel perforieren können. In diesem Fall ist der Beutel nicht mehr vakuumversiegelt und du musst von vorne beginnen.

Immer einen Vorrat an Zauberpilzen: richtig trocknen und lagern

Nachdem du die oben genannten Schritte durchgeführt hast, ist der Trocknungsprozess beendet. Du hast nun – sofern alles gut gelaufen ist – einen Vorrat an getrockneten Pilzen, der lange in optimalem Zustand bleibt. Er ist jederzeit verwendbar!

Sobald dein Vorrat zur Neige geht, kannst du ein neues Anbauprojekt starten. Du kannst beispielsweise neue Pilzbrut herstellen oder, falls bereits vorhanden, direkt eine neue Charge in einem Monotub ansetzen. Auf diese Weise bist du immer gut versorgt.

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